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Hatha Yoga - das Fundament der Tantralehre
Swami Satyananda Saraswati
Yoga Heft Nr. 24
Hatha Yoga ist eine sehr bedeutende Wissenschaft. In früherer Zeit übte man Hatha Yoga als Vorbereitung, um höhere Bewusstseinsstufen erklimmen zu können. Der wahre Sinn dieser großen Lehre ist heute fast in Vergessenheit geraten. Die Rishis und Eingeweihten der Vergangenheit sahen in den Hatha Yoga Übungen eine Hilfe für die Evolution der Menschheit, aber der tiefere Einblick und das Verständnis dafür sind heute minimal. Man kann immer wieder hören: 'Oh, ich übe nicht die Meditation, ich mache nur körperlichen Yoga, Hatha Yoga.' Es ist an der Zeit, diese Vorstellung zu korrigieren.
Ida und Pingala
Hatha Yoga beinhaltet zwei wichtige und vitale Systeme des Körpers - die Kräfte von Sonne und Mond, die in Tantra und Hatha Yoga als Ida und Pingala bekannt sind. Ida ist Symbol für die Mentalkraft und Pingala ist Symbol für die pranische Kraft. Diese beiden Kräfte arbeiten in Wechselwirkung miteinander, d.h. sie steuern, führen und lenken die Sinne der Handlung und des Erkennens. Durch sie leben wir, bewegen uns, denken und wissen.
Die pranische und die mentale Kraft werden durch die Nadis Ida und Pingala geleitet, die sich in der Struktur der Wirbelsäule befinden. Sie entspringen aus jedem Chakra und gelangen auf dem Wege des Nadinetzes zu den jeweiligen Organen und Körperteilen. In den alten tantrischen Schriften kann man lesen, dass im physischen Körper zweiundsiebzigtausend dieser Nadis existieren. Ich glaube, dies ist nur eine vorsichtige Schätzung. Ein Nadi ist kein Nerv, sondern bedeutet Fluss oder Strom, sowie Elektrizität, eine Radiowelle oder ein Laserstrahl ein Strom ist. Auf zweiundsiebzigtausend Bahnen werden diese zwei in Wechselwirkung miteinander stehenden Energien Ida und Pingala von einer Pore des menschlichen Körpers zur anderen getragen. Es gibt nicht einen einzigen Punkt in diesem Körper, wo diese beiden Kräfte nicht in Wechselwirkung miteinander stehen.
Die Hatha Yoga Übungen sind dazu gedacht, ein Gleichgewicht zwischen Ida und Pingala - Prana und Gemüt - herzustellen. Wenn die Prana Kraft überhand nimmt und die Mentalkraft geschwächt ist, gerät der Leib durch Prana Überschuss in Unordnung. Wenn jedoch die Mentalkraft überhand nimmt und die Prana Kraft nachlässt, dann entstehen Gemütskrankheiten. Hier liegt die Erklärung für psychosomatische und somatischpsychische Erkrankungen. Nicht jede Krankheit entspringt im Gemüt, sie können auch im Körper ihren Ursprung haben. Der Körper ist Teil des Gemüts und das Gemüt ist Teil des Körpers, es sind keine voneinander getrennten Existenzen. Sie manifestieren sich unterschiedlich, nämlich als Körper und Gemüt, aber in der Essenz sind sie eins.
Die Lehre der Reinigung
Um das Gemüt zu läutern, ist es notwendig, den Körper als Ganzes einer totalen Reinigung zu unterziehen. Hatha Yoga ist auch als Reinigungslehre bekannt, in der es nicht nur eine, sondern sechs verschiedene Reinigungsarten gibt. Man kann einen Einlauf machen, was eine gewisse Art der Reinigung ist; Shankhaprakshalana ist ebenfalls eine. Die Reinigung des gesamten Nervensystems ist ebenfalls Teil von Hatha Yoga. Außer der Reinigung des Körpers müssen wir die Nadis reinigen. Auf sechs verschiedenen Wegen werden sechs verschiedene Unreinheiten des Körpers gereinigt. Wenn wir den Körper von diesen Unreinheiten befreien, können die Nadis wieder arbeiten und Energieblockaden werden gelöst. Die Energien können sich dann wie Wellenfrequenzen auf dem Wege des Leitungsnetzes im Körper bewegen und sich bis zum Gehirn fortsetzen.
Aus diesem Grunde betrachten wir Hatha Yoga als vorbereitende Übung zu Tantra, Kundalini Yoga und Kriya Yoga. Für die Rishis war Hatha Yoga keine Yogatherapie. Wenn Yoga auch eine sehr wirkungsvolle Behandlungsmethode bei vielen unheilbaren Krankheiten ist, so sehe ich diesen therapeutischen Effekt doch mehr als nebensächlich und zufällig. Das Hauptanliegen von Hatha Yoga besteht darin, eine absolute Ausgewogenheit der miteinander in Wechselwirkung stehenden pranischen und mentalen Kräfte herzustellen. Erst wenn dieses Gleichgewicht hergestellt ist, werden Impulse erzeugt, die Sushumna Nadi in unser Bewußtsein holen. Dieses ist die wichtigste Kraft, die dafür vorgesehen ist, höhere Zentren des menschlichen Bewusstseins zu erleuchten. Der wahre Sinn von Hatha Yoga besteht also nicht darin, den Körper zu kräftigen und die Gesundheit zu verbessern, sondern die höheren Zentren, die für die Evolution des menschlichen Bewusstseins verantwortlich sind, zu erwecken und mit Energie zu füllen. Wenn Hatha Yoga nicht in diesem Sinn genutzt wird, dann geht man am eigentlichen Sinn vorbei.
Die Basis einer Transformation
Die Solarkraft symbolisiert die Sonne oder auch Prana, die Lunarkraft symbolisiert den Mond oder auch das Gemüt. Diese beiden Kräfte erhalten den Rhythmus von Leben und Bewusstsein. Dieses ist eine Stufe der Evolution, aber die Menschheit muss sich weiterentwickeln. Wenn eine Zivilisation sich nicht auf evolutionären Linien aufbaut, dann ist der Mensch mit Krankheit, Tod und völliger Auslöschung konfrontiert. Wir können die Evolution nicht ignorieren.
Alles in diesem Universum entwickelt sich weiter, selbst ein Stein. Wenn es Metamorphose in jedem Teil der Schöpfung gibt, warum nicht auch im menschlichen Bewusstsein? Transformation ist ein wissenschaftlicher Tatbestand, es ist nicht Philosophie, Vertrauen oder Glaube. Es ist der Weg der Evolution und gibt dem Leben überhaupt erst Bedeutung. Der physische Körper durchläuft fortwährend verschiedene Transformationsprozesse, die jedes einzelne Molekül der materiellen Substanz beeinflussen.
Die Menschen erkennen heute, dass Materie letztendlich gleich Energie ist. Deshalb müssen wir auch neu analysieren und beschreiben, was der Körper ist und wie weit sich eine Transformation auswirken kann. Kann der Körper in Lichtteilchen verwandelt werden? Denke einmal mit wissenschaftlichem Hintergrund darüber nach, nicht mit dem Glauben, den du bis heute hattest.
Wenn dieser Körper einen Zustand der Metamorphose durchlaufen kann, müssen wir fragen, wie es zu machen ist und erhalten die Antwort: Durch Yoga. Durch den yogischen Prozess wird der Körper so fein und rein geputzt, dass er in einen yogischen Körper transformiert wird, der durch Krankheit und Alter unbeeinflusst bleibt.
Wir üben Hatha Yoga, um einen Prozess im physischen Körper in Gang zu bringen, durch den pranische Moleküle und Mentalkräfte, die in jedem Moment unseres Lebens und unserer Existenz in Wechselwirkung stehen, transformiert werden können. Solange die physischen Moleküle nicht transformiert sind, ist es wertlos, über Mitleid und Einheit zu diskutieren.
Eine große Herausforderung ist uns offen! Wenn Materie in seiner Urform Energie ist, dann kann dieser physische Körper durch die sechs Reinigungstechniken von Hatha Yoga in Energie verwandelt werden. Diese Techniken sind: Neti, Dhauti, Basti, Nauli, Kapalbhati und Trataka. Danach folgen Asanas und Pranayamas.
Die Dimensionen von Prana
Hatha Yoga ist die Vorbereitung für Pranayama. Die meisten Menschen halten Pranayama für reine Atemübungen, obwohl sie sehr viel mehr beinhalten. Das Sanskritwort 'ayama' bedeutet Dimension, nicht Kontrolle. Pranayama wird also geübt, um die Dimensionen von Prana auszudehnen.
Vor Jahren wollte ich über diese Dimensionen etwas wissen. Hat Prana viele Existenzebenen und auf welcher dieser Ebenen fließt es? Was geschieht, wenn Prana nicht fließt? Zu dieser Zeit hatte ich einen Traum: Ich sah eine wunderschöne Stadt; die breiten Straßen waren mit Beleuchtungskörpern ausgerüstet; ich ging in die Häuser und fand Lampen, Telefone, Fernseher und vieles mehr, aber es gab keine Elektrizität. Die ganze Stadt war in vollkommener Finsternis.
Auch in uns gibt es Ebenen der Existenz, Bereiche des Bewusstseins, die in vollkommener Finsternis sind. Diese Ebenen sind sehr viel schöner und schöpferischer als die, auf denen wir heute leben. Aber wie können wir in sie eindringen und sie erleuchten? Es bringt uns nicht weiter, wenn wir über die verschiedenen Ebenen des Bewusstseins reden, wir müssen in der Lage sein, sie zu erfahren, so wie wir Traum oder Schlaf erfahren. Wenn die pranische Energie durch Pranayama Übungen erwacht und aufsteigt, dann kreist sie zu den dunklen Bereichen des Bewusstseins. Dann wird die innere Stadt erleuchtet, der Mensch wird in einer neuen Dimension seiner Existenz, einem neuen Erfahrungsbereich wiedergeboren.
Die praktische Seite
Wenn man diese umwandelnden Erfahrungen machen möchte, dann muss man die Übungen von Hatha Yoga und Pranayama vervollkommnen. Natürlich sollte man auch die Regeln und Empfehlungen beachten. Das bedeutet nicht, dass man nun alle Freuden des Lebens aufgeben muss, aber wie du weißt, kannst du nicht den Kuchen haben und gleichzeitig essen. Wenn du dich daher entschließt, einen anderen Bereich deines Bewusstseins zu betreten, dann musst du bereit sein, einige der Dinge zu opfern, die mit den Übungen von Pranayama und Hatha Yoga nicht zu vereinbaren sind. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, der einbezogen werden muss. Ich möchte aus diesem Grunde nochmals daran erinnern, dass die Übungen von Hatha Yoga, Asanas und Pranayama in ihrer ursprünglichen Form dafür gedacht waren, die Qualität des menschlichen Bewusstseins zu entwickeln, nicht nur das Gemüt und mit dieser Einstellung können wir durch die Übungen Fortschritte machen.
Neti ist eine einfache Übung; warmes, mit Meersalz gesalzenes Wasser wird durch ein Nasenloch hineingegossen und zum anderen Nasenloch läuft es heraus. Durch Übung wirst du lernen, einen Becher mit kaltem Wasser direkt in beide Nasenlöcher zu nehmen und du wirst fühlen, wie kühlend und erfrischend das ist.
Die verschiedenen Übungen von Dhauti betreffen hauptsächlich die Reinigung des Verdauungstraktes. Kunjal, die Magenwäsche, führt man so aus, dass man Salzwasser trinkt und es wieder ausbricht. Durch Vastra Dhauti wird die Speiseröhre und der Magen von Schleim gereinigt, indem man einen langen Stoffstreifen schluckt und ihn wieder herauszieht. Shankhaprakshalana gibt dem ganzen Verdauungstrakt eine vollständige Wäsche und Überholung. In dieser Übung trinkt man ca. 16 Glas Salzwasser und macht eine Serie von fünf Asanas zwischen jeweils zwei Glas Wasser. Dadurch wird der ganze zersetzte und faul riechende Schleim aus den Därmen entfernt.
Basti ist das yogische Klistier. Hier wird Wasser oder Luft durch den Anus eingesogen und wieder ausgestoßen.
Nauli, das Rollen des Unterleibs, stärkt den Unterleib und entfernt alle Arten von Unterleibserkrankungen.
Kapalbhati, die vordere Blasebalgatmung, reinigt den vorderen Bereich des Gehirns und bereitet das Gemüt auf die Meditation vor.
Trataka ist eine Konzentrationsübung, in der du das Gemüt unter Kontrolle bringst, indem du die Pupillen steuerst. Hierbei fixiert man einen Konzentrationspunkt, z.B. die Flamme einer Kerze oder einen schwarzen Punkt. Starre eine Minute auf diesen Punkt, schließe dann deine Augen und visualisiere den Gegenpunkt im Augenbrauenzentrum.
Hatha Yoga und Pranayama sind die Grundfesten von Kundalini Yoga und Tantra. Ich komme aus der Vedantatradition, aber ich erkenne, daß Philosophie intellektuell ist, wir aber den Punkt der Evolution durch den Intellekt niemals erreichen können. Der Intellekt wird für das spirituelle Erwachen zu einer Barriere. Es gibt sehr gute Wege, ihn zu transzendieren, von denen ich viele ausprobiert und Pranayama als den besten erkannt habe.
Pranayama
Es gibt viele Schriften über die Pranayamalehre. Nadi Shodhana Pranayama ist die Reinigung der Energiebahnen. Zuerst atmet man durch das linke Nasenloch ein (was die rechte Hirnhemishpäre anregt); nun hält man den Atem an; dann atmet man durch das rechte Nasenloch aus (was die linke Hirnhemisphäre anregt); wieder hält man den Atem an. Ein- und Ausatmen ist ein automatischer Vorgang. Kumbhaka, das Anhalten des Atems, ist das, was man unter Pranayama versteht und es braucht Jahre, bis man diese Übung vervollkommnt hat. Wenn du durch das Üben von Pranayama Fortschritte gemacht hast und den Atem bequem anhalten kannst, dann fügst du die Bandhas hinzu: Moola Bandha (die Kontraktion des Perineums), Uddiyana Bandha (Unterleibskontraktion) und Jalandhara Bandha (den Kinnverschluss). Hierdurch wird die erhöhte Energiezufuhr im ganzen Körper unter Kontrolle gehalten und ausbalanciert.
Wenn du Pranayama übst, brauchst du dich um das Gemüt nicht zu sorgen, auch wild herum springende Gedanken brauchst du nicht zu beachten. In dem du einfach weiter übst, treibst du pranische Kraft in die verschiedenen dunklen Bereiche deines Bewusstseins und das Gemüt löst sich in Luft auf. Der Gedankenschwall ist beendet. Gedanken sind Eindrücke. Du liest diesen Artikel, das ist ein Eindruck. Du nimmst diese Eindrücke nacheinander wahr und glaubst deshalb, dass sie sich bewegen. Aber Gedanken bewegen sich nicht - sie reisen nicht in die Vergangenheit, in die Gegenwart, in die Zukunft - sie sind einfach da, das ist alles.
Wenn du die Struktur des physischen Stoffes veränderst, dann verändert sich automatisch die mentale Substanz. Das Gemüt ist eine weitergehende Manifestation des Körpers und wenn du das Gemüt beeinflusst, dann beeinflusst du damit auch den Geist. Körper, Gemüt und Geist sind also nicht 'die Dreiheit' - sie sind Einheit, Eins. Dieses zu begreifen verbirgt sich hinter den Übungen von Pranayama und Hatha Yoga.
In Indien kennt man die Übung Bhoo Samadhi (Untergrund Samadhi). Der Yogi wird unter der Erde begraben und bleibt dort im Trancezustand für einige Tage, wobei sein Atemrhythmus und sein Metabolismus beachtlich sinken.
Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass ein normaler Mensch in einer solchen Situation nach zwei Stunden sterben würde. Aber einige Yogis können das Tempo ihrer physischen Prozesse willentlich reduzieren, so dass damit auch der Sauerstoffverbrauch erheblich sinkt.
1977 wurde der einhundertzwei Jahre alte Swami Satyamurti für neun Tage unter der Erde begraben. Nach sechs Tagen wurde er klinisch für tot erklärt. Instrumente, die seinen Puls aufzeichneten, zeigten an, dass sein Herz stille stand, was bedeutete, dass sein Gehirn ohne Sauerstoffversorgung war. Am neunten Tag stand er aus seinem 'Grab' auf und war bei bester Gesundheit, was von Ärzten und Wissenschaftler bestätigt wurde, die dieser Demonstration beiwohnten.
Das war eine Meisterleistung. Vielleicht nicht unbedingt eine spirituelle, aber für die Wissenschaft ganz sicher. Durch Pranayama kann man die unwillkürlichen Prozesse von Körper, Gehirn und Gemüt unter Kontrolle bringen. Kontrolle über diese Prozesse befähigen dich, den Verlauf und das Schicksal deines Lebens zu bestimmen und ebenso deines Todes.
Hatha Yoga ist eine große Wissenschaft, jeder kann sie nach seinen Möglichkeiten üben. Vielleicht nicht alles davon, aber zumindest einige der Techniken kann man jeden Tag machen. Hatha Yoga Techniken zusammen mit Asanas und einigen der Pranayama Übungen reichen für die meisten Menschen aus. Ich achte die Meditation sehr, aber ich glaube, es ist notwendig, diese drei vorbereitenden Glieder zuerst zu machen. Wenn es notwendig ist, kann man dann weitergehen. Wenn die Vorbereitung vollkommen ist, ist es nicht mehr nötig, Meditation von irgendjemandem zu lernen. Eines schönen Morgens, während du Pranayama übst, wird dein Gemüt empor getragen in ein neues Reich des Bewusstseins.
Satsang zu dem Thema Hatha Yoga: Welches sind die Wirkungen von Neti?
Durch Neti werden die Nasengänge gereinigt; es ist eine Hilfe bei der Heilung von Erkältungen und Sinusitis bis hin zu verschiedenen Erkrankungen des Gehirns, z.B. Epilepsie, Hysterie, Migräne und Depression. Man hat nach Neti das Gefühl von Frische und Leichtigkeit im Kopf, Trägheit und Müdigkeit verschwinden. Spirituell gesehen hilft es bei der Erweckung des Ajna Chakras. Bei Jala Neti benutzt man Wasser, bei Sutra Neti einen dünnen Katheter, der in ein Nasenloch eingeführt und aus dem Mund herausgezogen wird.
Literaturempfehlung
Weiterführende Literatur zum Thema finden Sie unter: www.yoga-anandaverlag.de

