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Der Herr gibt... und der Herr nimmt.
Swami Yogananda Saraswati
Yoga Heft Nr. 17
So steht es in der Bibel geschrieben. Auch der Guru gibt, aber alles, was der Guru von uns nimmt, ist der Dreck, den wir in den dunklen Ecken unseres Bewusstseins versteckt halten. Wenn dieser Dreck, der Schutt und die Spinnweben entfernt worden sind, dann können wir die Schönheit und das Licht empfangen. Alles was der Guru uns nimmt, ist der nutzlose Wirrwarr in unserem Geist, die vielen nicht dort hingehörenden und oft schimmeligen Dinge, die wir hier aufbewahren. Warum um Himmels willen halten wir sie dort fest? Weil wir nicht wissen, wie man richtig reinen Tisch macht von all dem nutzlosen Wirrwarr, der unseren Intellekt vernebelt - den seltsamen Eigenheiten, den Verhaftungen, den Aversionen und vor gefassten Meinungen, aus denen unsere Persönlichkeit besteht.
Es ist die Gnade des Gurus, durch die ein Frühjahrsputz im Bewußtsein gemacht wird; die Fenster öffnen sich weit, so dass frische Luft und Licht hereinkommt, so dass die fremden und oft seltsamen Dinge, die wir Jahre hindurch angesammelt haben und die unser Verhalten färben, verschwinden können.
Wenn dieser angehäufte Unrat und die Trübheit entfernt ist, kann das Licht des Geistes brennen und hell erleuchten. Das Bewußtsein wird rein und auf ein Ziel gerichtet. Dann können wir über die Schichten unserer Persönlichkeit hinweggehen und mit dem klaren Auge der Weisheit erkennen, was wir wirklich sind.
Die Gnade des Gurus fließt in einem nie endenden Strom zu allen, die sich dafür öffnen können. Durch die Gnade des Gurus wird das Unmögliche möglich.
Literaturempfehlung
Weiterführende Literatur zum Thema finden Sie unter: www.yoga-anandaverlag.de

