Living Yoga - Vorträge von Swami Niranjanananda

Hari Om Tat Sat

Ich bin sehr glücklich, mit euch allen hier zusammen zu sein. Vor elf Jahren – 1995 - war ich das letzte Mal in Deutschland, und nun habe ich wieder die Gelegenheit, einige Zeit mit euch zu verbringen.

Noch einmal möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich mich aus zwei Gründen über dieses Zusammensein freue. Der eine Grund ist, dass ich viele unter euch sehe, die ich viele, viele Jahre nicht gesehen habe. Der zweite Grund ist, dass ich so viele junge Menschen sehe, die ich schon als Krabbelkinder erlebt habe. Dank eures Interesses an Yoga sind sie sehr früh in ihrem Leben mit den verschiedenen Formen von Yoga in Kontakt gekommen. Yoga ist deshalb für sie zu einem Samskara geworden. Der Same wurde gelegt, als sie noch in euren Armen lagen. In unserem eigenen mentalen Garten ist ein zu großes Durcheinander, damit sich ein yogischer Same entwickeln kann. Diesen Garten in Ordnung zu bringen, ist uns auch gar nicht wichtig, uns liegt viel mehr daran, immer noch mehr hinein zu räumen, um dann nichts mehr zu finden.

Diese jungen Menschen aber hörten als Babys ihre ersten Mantras und Kirtans, sie waren in Paramahamsajis Nähe und zu der Zeit war ihr Geist leer und frisch. All das liegt in ihrem Unterbewusstsein und das ist die Verbindung, das Samskara, das sie in sich tragen. Yoga ist ein Teil von ihnen und mit keinerlei Erwartung verbunden. Im Gegensatz zu uns, die wir zu Yoga kamen, weil wir etwas von Yoga erwarteten, werden sie niemals etwas von Yoga erwarten. Vielmehr wird Yoga zum richtigen Zeitpunkt ein ganz natürlicher Aspekt ihrer Ausdruckskraft werden. Deshalb bin ich so glücklich, die jungen Menschen hier zu sehen, die ihr zu mir brachtet, als sie noch Babys waren. Das macht mich sehr zufrieden.

Ihr solltet jedoch nicht enttäuscht sein, dass ihr nicht mehr in der Lage seid, die yogischen Samskaras tief in euch hinein zu legen. Auch ihr könnt euer Ziel noch erreichen, allerdings müsst ihr euch sehr viel mehr bemühen, müsst entschlossen und überzeugt von eurem Lebensziel sein.

Ich möchte dazu eine kleine Geschichte erzählen. Ein Mann kaufte ein unfruchtbares ödes Stück Land voller Steine, Unkraut und Sand, das er durch harte Arbeit in einen wunderschönen Garten verwandelte. Der Garten war so schön, dass Menschen aus der Umgebung immer wieder kamen, um ihn zu bewundern. Eines Tages kam ein Priester und als er den Garten sah, rief er aus: Schau sich einer Gottes Schöpfung an, welche Schönheit hat er hier vollbracht! Der Gartenbesitzer widersprach heftig: Nein, und noch mal nein! Ich habe das gemacht! Du hättest mal sehen sollen, wie das hier aussah, als Gott der Besitzer war, nichts als Steine, Unkraut und Dornen konntest du sehen. Ich kaufte es und mit meinen eigenen Händen machte ich aus dem öden Stück Land diesen wunderschönen, von dir bewunderten Garten. Genau diese Möglichkeit habt ihr auch. Mit großem Bemühen könnt ihr ein ödes Stück Land in einen wunderschönen Garten verwandeln. Erkennt in eurem Dasein, eurem Leben und eurem Umfeld dieses Stück Land, wo ihr als Gärtner wirken könnt. Hier könnt ihr aus dem Nichts etwas Großes schaffen. Das Sankalpa eines Yogis sollte es sein, sich als Gärtner zu betrachten.

Hari Om Tat Sat

Die DVDs von Swamijis Vorträgen aus Volklings sind fertig.

Über den weit greifenden Sinn und die größere Bedeutung von Yoga sprach Paramahamsa Niranjanananda im Frühjahr 2006 in Deutschland während des Seminars Living Yoga. Mit seinen Vorträgen zeichnete er für die Teilnehmer einen klaren, systematischen Weg des Yoga vom Beginn bis zum Höhepunkt des speziellen Themas: "Seva – Selbstloses Dienen als die Grundhaltung einer gesunden Gesellschaft". Swamiji sprach in Englisch und er wurde ins Deutsche übersetzt.

Ab sofort können Sie beim Anandaverlag online bestellen:

1. Das Gesamtpaket aus 6 DVD's und einer CD-ROM mit Bildern vom Festival

2. Die Broschüre Living Yoga mit farbigen Bildern, die deutsche Übersetzung seiner Vorträge.

DVD 1 von 3 mit den dt. Übersetzungen
CD-ROM mit Bildern vom Festival